Lunar: SSSC
Allgemeine Infos
Datenblatt
Erscheinungsdaten
Japan: 28.05.1998 | USA: 28.05.1999
Entwickler: Game Arts | Vertrieb: Kadokawa Shoten (Japan) | Working Designs (USA)
Altersbeschränkung: Keine Angabe
Story
Heldengeschichten sind jene, die das Volk über Generationen hütet und an seine Nachkommen weitergibt. So auch die Geschichte der vier Helden, die für die Göttin Althena kämpften, als die Welt Lunar dem Untergang geweiht war. Die Abenteuer von Dragonmaster Dyne und seinen Freunden Mel, dem Piraten, und Ghaleon und Lemia, den Magiern, verzaubern Erwachsene und Kinder schon seit Jahren. Dabei liegen die Taten der Vier noch gar nicht so lange zurück und drei der großen Vier befinden sich sogar in ihren besten Jahren. Dyne allerdings, der Vierte im Bunde, verschwand auf mysteriöse Weise.
Der schüchterne Alex, der mit seinen Eltern im verschlafenen Dörfchen Burg lebt, fühlt sich seit jeher von der Geschichte um die vier Helden inspiriert, sodass er sich fest vorgenommen hat, selbst einmal Dragonmaster zu werden. Allerdings kommen seine Träumereien nicht unbedingt immer gut an. Zum einen ist Alex' Sehnsucht mittlerweile so dermaßen intensiv ausgeufert, dass er auf keinerlei Risiken und Gefahren acht zu geben scheint, zum anderen versäumt er durch seine Tagträume immer häufiger diverse Verabredungen und Termine.
Als sich für Alex und seine beiden Freunde Nall und Ramus eines Tages die Gelegenheit ergibt, das Dorf zu verlassen, schürt sich Alex' Wunsch, ein Dragonmaster zu werden, nur umso mehr. Über kurz oder lang bemerken die drei schließlich, dass der Segen in der so heil erscheinenden Welt schiefer hängt, als bislang erkannt. Irgendwas stimmt nicht in der Welt von Lunar und für Alex und seine Kameraden entpuppt sich die Reise als größte Prüfung ihres Lebens.
Über das Spiel
"Lunar: Silver Star Story Complete" ist eine Neuauflage des Spiels "Lunar: The Silver Star", welches erstmals im Jahre 1992 auf dem Sega CD in Japan erschien.
Im Jahre 1993, also genau ein Jahr nach der Erstveröffentlichung, wurde es von Working Designs auch in den USA vermarktet und errang dort rasch einen bis heute anhaltenden Kultstatus.
Dabei ist das Spiel eines der ersten Konsolenspiele, die eine voll umfängliche Sprachausgabe nutzten (die Pioniere auf diesem Gebiet waren Ys: Book 1 & 2).
Im Laufe der darauffolgenden Jahre erschienen einige Neuauflagen von Lunar. So veröffentlichte Game Arts im Jahre 1996 ein Remake für den Sega Saturn, das den Namen "Silver Star Story" trug, wobei sich das Remake sowohl von der grafischen als auch von der storybedingten Seite im neuen Gewand zeigte. Als Beispiel sei der Tod von Dyne zu nennen, der im Original eine völlig andere Bewandnis hat und die Beziehung zwischen ihm und seinem Freund Ghaleon inklusive aller daran anhängigen Aspekte grundlegend verändert.
Neben Grafik und Spielverlauf wurden auch einige Animesequenzen eingefügt, welche die Lebhaftigkeit und die Seele der Spielwelt unterstreichen sollten. Wenig später erschien auf derselben Konsole eine spezielle Version mit MPEG-Unterstützung, um diverse Qualitätseinbußen während der Sequenzen einzudämmen. Im Großen und Ganzen allerdings blieb das Spiel selbst dem vorangegangenen Remake gleich.
Die Neuauflagen Lunars, sowohl für den Saturn als auch für die Sony Playstation, blieben bis dato leider nur den Japanern vorbehalten, bis die Playstation-Fassung im Jahr 1999 auch in den USA als "Lunar: Silver Star Story Complete" von Working Designs vermarktet wurde. Das Spiel erschien dort in einer Spezialbox und enthielt neben dem Spiel selbst ein in Kunstleder gebundenes Handbuch, eine Musik-CD, eine Making-of-CD und eine farbige Weltkarte aus Stoff.
Der Zusatz "Complete" hinter dem Spieltitel sollte demonstrieren, dass die Entwickler sämtliche Ideen in das Endspiel haben einfließen lassen, was ihnen beim Original nicht möglich gewesen war.
Im Jahr 2004 erschien eine weitere Neuauflage für den GBA, die den Namen "Lunar Legend" trägt; allerdings nimmt sich dieses Spiel nicht den gesamten Storystrang vor, sondern erzählt eine stark gekürzte Fassung. Manche Charaktere stoßen hier viel früher zur Party als eigentlich vorgesehen und die Animesequenzen aus den vorherigen Remakes werden - logischerweise aufgrund des GBA-Speicherdefizites - nur als alleiniges, kurzes Standbild dargestellt.
Zuletzt erschien ein weiteres Remake für die Sony PSP unter dem Namen "Silver Star Harmony". Mit Ausnahme eines Vorspannes, bei dem die Party rund um Dyne gesteuert werden konnte, um die Göttin Althena zu retten, erfuhr man plotmäßig nicht mehr viel neues; nach so übermäßig vielen Remakes von ein und demselben Spiel bietet sich in der Richtung auch nicht mehr wirklich viel an. Während die Grafiken auf heutige Standards angepasst wurden, erhielten die Charaktere neue Synchronsprecher. Für Altfans dürfte es daher etwas ungewohnt sein, dass beispielsweise Ghaleon nicht mehr wie gehabt von John Truitt gesprochen wird.
Nachdem auch eine Fassung für das iOs angekündigt wurde, lässt es einen doch wehmütig und unverständlich den Kopf schütteln, weshalb der erste Teil alle paar Jahre immer wieder neu auf dem Plan steht, während der zweite Teil der Serie offenbar jedesmal vergessen wird.
Wenn denn so ganz allgemein überhaupt soviele Remakes sein müssen.