Legend of Kyrandia 3
Allgemeine Infos

Datenblatt
Erscheinungsdaten
USA: 1994 | Europa: 1994
Entwickler: Westwood Studios | Vertrieb: Westwood Studios (USA) | Virgin Interactive (Europa)
Altersbeschränkung: Ab 12 Jahren
Story
Beigetragen von Pik.
Nachdem Malcolm im ersten Teil den Kampf mit Brandon in der Kammer des Kyragems verlor und daraufhin durch seinen eigenen Fluch versteinert wurde, war er dazu verdammt ein Leben als Statue auf dem königlichen Schrottplatz für lange Zeit zu verbringen. Brandon zog daraufhin wieder ins Schloß ein und nahm seine königlichen Pflichten auf. Mit ihm bewohnen sein Großvater Kallak und Hermann das Schloß. Das Land, was unter Malcolms Magie litt, ist zu neuem Leben erblüht und eine Vielzahl neuer Menschen bevölkern inzwischen das Königreich. Nichts zeugt mehr von der zerstörerischen Herrschaft, die das Land vor nicht allzu langer Zeit über sich ergehen lassen musste.
Sei es eine durch eine Fügung des Schicksals oder einfach nur ein Versehen, aber Malcolm sollte von seinem steinernen Dasein erlöst werden. Eines Tages zog ein mächtiges Gewitter über Kyrandia auf und ein Blitz traf den versteinerten Malcolm. Somit wurde er aus seinem steinernen Gefängnis befreit und sinnt nun auf Rache gegen seinen Erzfeind Brandon und das gesamte Königsgeschlecht. Zudem behauptet er, bei seinem Mord des Königspaares sei er nicht Herr seiner Sinne gewesen und deshalb unschuldig.
Mit Rat und Tat steht ihm nur sein schlechtes Gewissen zur Verfügung, welches Malcolms gutes Gewissen schon vor langer Zeit ausgeschaltet hat. Ansonsten bleibt ihm als Bewaffnung sein Narrenstab, der ein oder andere spitze Gegenstand sowie eine Brise Sarkasmus mit einer kleinen Lüge ab und zu.
Über das Spiel
Noch im gleichen Jahr, in dem der zweite Teil der Kyrandia-Serie erschien, wurde auch der dritte und zugleich letzte Teil abschließend veröffentlicht. Nachdem die Protagonisten in den zwei Vorgängern jeweils andere waren, entschloss man sich dies fortzusetzen und mit einiger Überraschung durfte man Malcolm, den Antagonisten des ersten Teils, steuern.
In gewohnter Weise spaziert man per Mausklick durch die Gegend, hauptsächlich auf der Suche nach Gegenständen, um sie für spätere Zwecke zu verwenden, und spricht mit jeder Person, die man antrifft. Eine Neuerung hierbei ist, dass man den Gesprächsverlauf mit einem Lügenbarometer beeinflussen kann. Dabei gibt es die Option zu lügen, sich neutral zu verhalten oder zur Abwechslung einmal nett zu sein.
Weiterhin erhält der Spieler für den einen oder anderen Streich Punkte, die teilweise sehr ausgefallene Namen wie Zahnspangen-Punkte haben. Ein Beispiel für solch einen Streich ist das Piesacken einer Person mit einem spitzen Gegenstand oder dem Öffnen eines Schlosses mit einem Nagel. Ein weiteres Accecoire, das Malcolm bei sich trägt, ist der Narrenstab, mit dem jedoch kaum etwas getan werden kann, außer sich mehr dieser kuriosen Punkte zu verdienen.
Die Rätsel sind etwas zwiespältig. Zum gibt es einen logischen Teil, der keinerlei Probleme bereitet, aber dann gibt es noch sehr unlogische Rätsel (Eichhörnchen mit einer Nuss am Faden hypnotisieren und es dann zur Tarnung auf den Kopf setzen), was den Spieler nach vergeblicher stundenlanger Suche zu Frustmomenten führen kann.
Die Grafik ist den Vorgängern ähnlich, wobei ein mehr comichafter Stil Einzug hielt. Das drückt sich teilweise in kräftigeren und bunteren Farben aus, als auch einigen etwas überspitzt modellierten Charakteren und Einrichtungen. Videosequenzen sind auch mit dabei, deren Qualität zu damaligen Verhältnissen ist beachtlich.
Die musikalische Untermalung ist wie immer passend, jedoch ist die Sprachausgabe zum wiederholten male nur auf Englisch.